Lehren aus germanischer Mythologie

Autorius: HILDE Šaltinis: https://www.compact-online.de/... 2020-12-29 00:19:00, skaitė 302, komentavo 0

Lehren aus germanischer Mythologie

Eine Zeitlang gab sich Rom mit der Eroberung der großen Städten des wirtschaftlich starken Germaniens zufrieden. Auch weil in Germania Magna weder Gold noch Silber in lohnenswerter Menge zu finden war und germanische Sklaven nicht so einfach zu fangen waren, da sich die Germanen heftig und geschickt wehrten. Dann aber brach der Eroberungswille der Römer durch, der kein selbständiges Germanien dulden konnte.

Auch wussten die Germanen, dass sie nie mehr normale germanische Verhältnisse bekommen würden, wenn sie nicht dafür kämpfen würden, nachdem die Eroberungsfeldzüge der Römern nach Germania Magna eingesetzt hatten und sie wussten, dass sie im Kampfe nicht nachlassen durften. Cäsar hatte ihnen in Gallien vor Augen geführt, wie das römische Imperium die keltischen Gallier unter ihrem Fürsten Vercingetorix besiegte und anschließend ausrottete.

In „De Bello Gallico“ (über den Gallischen Krieg), einem Kriegstagebuch, beschrieb Cäsar die Kriegsführung gegen die Gallier, um nachträglich die Zustimmung des Römischen Senates zu diesem illegalen Krieg, den er allein angezettelt hatte, zu erringen. Kritiker machte er mundtot durch Triumphzüge mit reicher Beuteverteilung, auch der besiegte Vercingetorix wurde mitsamt seiner Frau Thusnelda und den beiden Söhnen öffentlich auf der Via Appia vorgeführt und dann im Kerker ermordet.

In der Entscheidungsschlacht bei Alesia (52 v.Chr.) in Gallien ließ Cäsar Zehntausende von gallischen Frauen und Kinder töten, die von ihren Männer und Vätern aus der Festung entlassen worden waren, um sich in Sicherheit zu bringen. Es galt bei Galliern und Germanen als ungeschriebenes Gesetz, dass Alte, Frauen und Kinder aus den Kampfhandlungen heraus zu halten waren. Anschließend gab es gar nicht mehr genügend Gallier, um überhaupt noch die Felder bestellen zu können, sodass es einen Erlass von Cäsar gab, dass versteckte Gallier eine Amnestie erhalten würden, wenn sie sich zur Feldbestellung melden würden. Dann setzte die Romanisierung Galliens ein.

Cäsar war skrupellos, seine Ermordung 44 v.Chr. hatte er selbst verschuldet, denn die Ausschaltung des römischen Senates blieb trotz aller Bestechungen doch nicht verborgen. Es gab noch aufrechte Senatoren, die gegen ihn kompetente Reden schleuderten. Das Volk hetzte Cäsar gegen die Senatsverteidiger dann auf, indem er den Unschuldigen markierte und verfügt hatte, dass bei seinem Tode jeder Römer einen bestimmten finanziellen Betrag bekommen sollte. Das führte dann dazu, dass seine Mörder vom Volk empört verfolgt und ausgeliefert wurden.

Sein Großneffe Octavian, der spätere Kaiser Augustus, hatte es dadurch umso leichter, den Griff nach der Kaiserkrone erneut zu wagen. Seine erste Handlung war eine lange Pogromliste, auf der auch der berühmte Redner und Senatsverteidiger Cicero stand, den er dann auch beseitigen ließ, um jeden geistigen Widerstand auszumerzen.

Die Germanen wussten, dass sie unter Augustus nichts Anderes zu erwarten hatten als die Gallier bereits erlitten hatten und versuchten sich zu wehren. Das erwies sich als schwierig, denn Augustus setzte die Bestechungspolitik von Cäsar konsequent und umfangreich fort. Als Beispiel erfolgreicher Umerziehung galten die Einwohner der Stadt Köln, was die Römer selbst triumphierend berichteten. Nachdem Cäsar 54 v.Chr. die rechtsrheinisch wohnenden germanischen Ubier als „besser als die übrigen Germanen“ gelobt hatte, übertrug er ihnen linksrheinische Gebiete, deren Einwohner er zuvor ausgerottet hatte.

Dann sorgte der römische Feldherr Agrippa in den darauffolgenden Jahren für die Gründung einer Stadt der Ubier (oppidum Ubiorum) um 19 v. Chr, die dann zur großen römischen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz: CCAA) d.h. Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser, der späteren Stadt Köln ausgebaut wurde. Die wurde Hauptstadt der römischen Provinz Germania inferior (Niedergermanien).

Dort herrschte römische Lebensart mit römischen Bädern und sonstigem Luxus. Am Ende sprachen dann die eigentlich germanischen Ubier auch im Alltag Latein, obwohl sie jenseits der lateinischen Amtssprache keineswegs dazu verpflichtet waren und kleideten sich und lebten auch nach römischer Art. Die alte germanische Lebensweise fanden sie nun primitiv und die anderen Germanenstämme auch.

Das 1875 errichtete Hermannsdenk­mal südwestlich von Detmold erin­nert an die Schlacht im Teutoburger Wald. Im Jahre 9 n. Chr. fügte ein germanisches Heer unter dem Cheruskerfürsten Arminius den Römern eine vernichtende Niederlage zu.
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Das war kein Einzelfall, viele Städte an den großen deutschen Strömen wurden so zu Bollwerken des römischen Imperiums, sodass die Einwohner in Germania Magna, dem großen noch uneroberten Restgermanien immer mehr in Bedrängnis kamen, von den germanischen „Freunden des Römischen Imperiums“ hatten sie nichts zu erwarten. Bei nicht so willigen Germanenstämmen wie den Cheruskern wurden die Fürstensöhne als Geiseln nach Rom gebracht und in römischen Pflegefamilien umerzogen.

Auch Arminius, der Sohn des Cheruskerfürsten Segimer, kam mit seinem jüngeren Bruder Flavus (der Blonde) als Kind nach Rom. Ihre germanischen Namen wurden gelöscht und durch römische ersetzt. Diese Politik hatte Erfolg, nur Arminius wandte sich durch eine glückliche Fügung später den Germanen wieder zu, sein jüngerer Bruder Flavus nicht. Mit seiner List konnten die Germanen, die zwar tapfer, aber militärisch unterlegen waren, drei römische Legionen 9 n.Chr. im Teutoburger Wald besiegen, eine Wende herbeiführen und so die Eroberung von Germania Magna verhindern. Das war seine große und unvergessene Leistung, dass Arminius in eigentlich aussichtsloser Lage eine kreative Lösung fand, um die Kampfstrategie auf die Schwächen der gegnerischen Römer abzustimmen.

Er wusste, dass ein Zurückweichen vor den Römern unausweichlich deren Sieg bedeutet hätte. Unsere Vorfahren die Germanen lebten zwar einfach, waren aber sittenstreng, auch bezüglich Ehe und Familie, was der römische Schriftsteller Tacitus erstaunt berichtete. Für die Germanen war klar, dass der Sieg von ihren Göttern kommt und dass sie sich ihrer Hilfe durch eine anständige Lebensweise auch als würdig zu erweisen hatten. Nichts anderes sagt das Christentum, aber dass der Sieg durch Jesus Christus kommt. So nahmen sie im 7.und 8 Jahrhundert das Christentum rasch an.

Auch in aussichtsloser Lage vertrauten sie auf Hilfe von oben und verloren den Mut zum Kämpfen nicht. Die Germanen glaubten, dass das Schicksalslos von den drei Nornen, die am Fuße des Weltenbaumes Yggdrasil an der Urdquelle sitzen, mitgeteilt wird: Urd (Urdr, was von alters her kommt) für die Vergangenheit, Verdandi (Werdende) für die Gegenwart und Skuld (Schuld) für die Zukunft. Mit allem, was man tut oder auch nicht tut (z.B aus Feigheit), in Vergangenheit und Gegenwart, verschuldet man sich für die Zukunft, man muss zukünftig dafür aufkommen.

Dass die Nornen und Disen aus den Reichen der Asen, Elben oder Zwergen kommen sollen, wurde von Fafnir, dem Sohn des Zwergenkönigs Hreidmar mitgeteilt. Einst saß er als Greif an der Urdquelle bei den Nornen, mutierte aber durch Goldgier zum Drachen, Er setzte sich den Oegishjalmr, den Helm des Schreckens auf, der seinen Träger noch schrecklicher aussehen ließ. Es ist also nicht nur zu prüfen, woher eine Information stammt, sondern in welchem Zustand sich der Übermittler befindet. Sitzt er physisch auf dem Gold und trägt er die geistige Maske des Schreckens? Der Held Sigurd besiegte Fafnir, ging aber dann zugrunde, weil er nach dem Gold griff, das einst Loki herbeigeschafft und Fafnir an sich gerissen hatte.

Verzichten wir also auf Brot und Spiele des Imperiums. die nur zur Ruhigstellung dienen und auf die Güter der Globalisten, die als Surrogat angeboten werden, um das Wertvollste abzukaufen: Freiheit und Selbstbestimmung.