Berlin: Viele Covid-Stationen, aber wenige Patienten

Autorius: Karel Meissner Šaltinis: https://www.compact-online.de/... 2020-10-10 18:11:00, skaitė 316, komentavo 0

Berlin: Viele Covid-Stationen, aber wenige Patienten

Politik, Hofvirologen und Medien haben eine neue Erzählung in Gang gesetzt: Die Zahl an Neuinfektionen (positiv getestete Personen) sei rapide gestiegen, man müsse neue Einschränkungen verschreiben, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Mit anderen Worten: Man will einen Lockdown durchführen, um einen Lockdown zu verhindern… Gegen diese Hysterie-Spreader hilft nur eins: der Faktencheck.

Den unternahm der Arzt und AfD-Politiker Bobby Schlund, indem er Infektionszahlen und Versorgungspotential in Berlin gegenüberstellte. So berichtet er über die Berliner Corona-Notklinik auf dem Messeglände, Jafféstraße, Halle 26. Eine wahrhaft aufwändige Einrichtung. Kosten: 43 Millionen Euro plus circa 223.330 Euro Betriebskosten (Stand: Ende Oktober 2020). Außerdem eine Million Mietkosten, die der Senat an die Messe Berlin GmbH zahlt. Überweisungen an das Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH kommen ebenfalls hinzu.

Die im Mai eröffnete Klinik braucht für ihren Betrieb rund 100 Ärzte, 400 Angestellte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie 400 weitere Angestellte für die Bereiche Logistik und Reinigung. Aber das ist immer noch nicht alles. Schlund weist darauf hin, dass es „neben diesem extra für die große Pandemie-Welle innerhalb von sechs Wochen errichteteten Krankenhaus schon 50 Notkrankenhäuser mit COVID-Stationen in Berlin gibt. Mit Stand vom 05.10.2020 gibt es 1.231 freigehaltene in Berlin.“

Wie steht es dagegen um den Bedarf? Laut dem Berliner Lagebericht (Stand: 04.10.2020) sollen sich 15.647 (+74) Menschen mit dem Virus infiziert haben. Davon sind 13.270 (+102) wieder genesen. Derzeit sind 2.146 (-28) noch nicht genesen, von denen 41 (+2) als Intensivpatienten gelistet sind. Dr. Schlunds Fazit: „Insgesamt beläuft sich der Anteil der COVID-19 Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten auf 3,25 Prozent. Zahlen, die keine ,Zweite Welle‘ begründen und ebenso nicht rechtfertigen, dass erneut in die Grundrechte der Menschen eingegriffen werden muss.“