Islamisten und Graue Wölfe kandidieren für Kommunalwahl in NRW

Autorius: Kristin von Appen Šaltinis: https://www.compact-online.de/... 2020-09-13 12:13:00, skaitė 345, komentavo 0

Islamisten und Graue Wölfe kandidieren für Kommunalwahl in NRW

„Am Rhein sehe ich einen Halbmond, der alles verschlingen will. Die Hörner der Sichel wollen sich schließen. Was das bedeutet, weiß ich nicht“, prophezeite Alois Irlmaier (1894 – 1959), einer der bekanntesten Seher dieses Landes. Was es aber für ebendieses heißt, wenn die Grauen Wölfe, türkische Nationalisten und Extremisten, Erdoğanhuldiger und Islamisten für die morgige Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen kandidieren – aufgestellt von Grünen und gar CDU – bestätigt einen anderen Propheten: „Deutschland schafft sich ab!“

Einige dieser die deutsche Politik unterwandernden „Politiker“ gehören dem ehrenvoll klingenden „Bündnis für Bildung“ an, doch hinter dem sollen sich nach Recherchen des ARD-Magazins „Report Mainz“ die verfassungsfeindlichen Grauen Wölfe verbergen – der militante Arm der rechtsextremen türkischen Partei MHP, die ein großtürkisches Reich anstreben und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Die haben sich längst in die deutsche Parteienlandschaft eingeschlichen – auch in die CDU. Das Bundesamt für Verfassungsschutz attestiert ihnen ein „rassistisches Menschenbild“ und „extremistische Aktivitäten“.

Merkel schüttelt die Hand des Vorsitzenden des Dachverbandes der Grauen Wölfe in Europa

Was Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des Brüsseler NATO-Gipfels am 21. Juli 2018 nicht davon abhielt, sich mit dem Vorsitzenden des Dachverbandes der Grauen Wölfe in Europa, Cemal Çetin, fotografieren zu lassen und sie so hoffähig zu machen…

Ein weiteres Mitglied des sogenannten Bündnis‘ für Bildung ist dessen Spitzenkandidat Ferit Sentürk, der sich offen zu den faschistischen Grauen Wölfen bekennt, dort gar Vorstandsmitglied ist – und sie verharmlost: „Die Leute, die dort sitzen, kommen wirklich nur zum Kaffeetrinken, freitags zum Beten. Ich steh zu denen“, sagt er gegenüber „Report Mainz“. Andere Kandidaten sympathisieren offen mit dem Islamismus und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Der wiederum fraternisiert mit der radikalislamischen Muslimbruderschaft, deren Oberguru Yusuf al-Qaradawi sich die Eroberung Europas auf die Fahne geschrieben hat, und zeigt auf seinen Deutschlandbesuchen gern mal den Wolfsgruß.

Berührungsängste mit dem Islamismus eines Sevket Avci gibt es auch nicht in der deutschen Politik: Der Integrationsrats-Vorsitzende der Stadt Duisburg geht für die CDU ins Rennen, obschon er wegen seiner Nähe zur türkischen rechtsextremen und als islamistisch geltenden Büyük Birlik Partisi (Partei der Großen Einheit) unter Beschuss steht. In einem Bericht des CDU-Netzwerks „Union der Vielfalt“ unter dem Titel „Einfluss türkisch-islamischer Lobby-Organisationen auf die Politik der deutschen Parteien“ wird der auch als Polizeibeirat tätige Mann bereits im Jahr 2016 als „Grauer Wolf aus Duisburg“ bezeichnet.

Der CDU-Kreisverband allerdings sieht darin kein Problem. Mit Ausnahme von Parteikollege Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschlands, der nationalistische Umtriebe unter türkischen Migranten anprangert. Die CDU müsse diesen türkisch-rechtsextremistischen Kandidaten sofort ausschließen, fordert der 51-Jährige: „Wer sich nur gegen deutschen Rechtsextremismus stellt, aber den migrantischen nicht nur ignoriert, sondern auch hofiert, macht sich unglaubwürdig.“ Alle demokratischen Parteien hätten in ihren Reihen türkische National-Islamisten – und jede Stimme sei eben auch eine für den türkischen National-Islamismus.

Nicht ausgenommen davon sind die Bielefelder Grünen: Mit Selvet Kocabey (39) haben sie einen Kandidaten für den Stadtbezirk Brackwede ins Rennen geschickt, der Funktionär war bei einer Milli Görus angehörenden Moscheegemeinde. Der Verfassungsschutz rechnet die Strömung dem „legalistischen Islamismus“ zu. Aber auch die Grünen lassen nicht ab von ihrem Spezi. Ebenso wenig wie kleinere Parteien wie die Alternative Bürgerinitiative in Solingen oder das Bündnis für Vielfalt in Dortmund, die mehrere Kandidaten mit Verbindungen zu Milli Görüs sowie zu der unter Kuratel der türkischen Religionsbehörde Diyanet sowie des türkischen Geheimdienstes stehenden Ditib aufstellten.

Last but not least wirft sich das „Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ – kurz BIG – in Bonn, Bielefeld, Duisburg und Mönchengladbach ins Rennen. Dessen Bundesvorsitzender Haluk Yildiz, Mitbegründer der Islamischen Hochschulvereinigung und des Rates der Muslime in Bonn sowie glühender Erdoğan-Verteidiger, dürfte keinen Zweifel lassen, wohin die Reise geht in NRW. Dort hat er hinreichend Brüder, die ihr Kreuz an der entsprechenden Stelle machen werden. Da kann der Türkeiexperte Burak Copur noch so sehr warnen vor einer generellen Strategie der „Grauen Wölfe“. Die sind Erdoğans Waffe, seine Soldaten, um für seine Einflussnahme hierzulande zu kämpfen.

Moscheen, seine Kasernen, in denen er seine Überlegenheitsideologie exerzieren kann, hat er inzwischen reichlich – ein massives Problem für die innere Sicherheit und die Integration. Und längst ist seine Überhöhung des Türkischseins bei den jungen Türkischstämmigen angekommen. Die Folgen sind sichtbar: Abwertung anderer ethnischer Gruppen, offensiv propagierter Rassismus und Homophobie, wie die Bundesregierung bereits 2017 in einer Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke einräumen musste. (Weiterlesen nach unserer Empfehlung)

Die Grauen Wölfe hätten schon „vor Jahren dazu aufgerufen, die politischen Parteien in Deutschland zu unterwandern“, um „die Interessen der Türkei, der türkischen Nation, auch in der deutschen Politik zu vertreten“, führt Copur weiter aus. Die aber zeige „Desinteresse an diesen extremistischen Tendenzen“. Das allerdings hat sie nicht, wenn es um harmlose Selfieshooter auf der Reichstagstreppe geht. Da zeigt sich die Kurzsichtigkeit des Systems Merkel, das auf dem anderen Auge, dem viel gefährlicheren, blind ist.