Russland und Brasilien einigen sich auf Lieferung von 50 Millionen „Sputnik V“-Impfstoffdosen

Autorius: SputnikNews Šaltinis: https://de.sputniknews.com/pan... 2020-09-11 19:08:00, skaitė 46, komentavo 0

Russland und Brasilien einigen sich auf Lieferung von 50 Millionen „Sputnik V“-Impfstoffdosen

Der Russische Fonds für direkte Investitionen (RDIF) und das Gesundheitssekretariat des brasilianischen Bundesstaates Bahia haben ein Abkommen über die Zusammenarbeit für die Lieferung von bis zu 50 Millionen Dosen des russischen Impfstoffes „Sputnik V“ unterzeichnet.

Der Beginn der Lieferungen des Impfstoffs nach Brasilien ist für November 2020 im Falle der Billigung durch die staatlichen Regulierungsbehörden Brasiliens, die die Ergebnisse der Untersuchung nach der Registrierung des Impfstoffs berücksichtigen wird, vorgesehen. Das Abkommen soll zudem in Zukunft Impfstoff-Lieferungen nach ganz Brasilien ermöglichen.

In dem Abkommen wird hervorgehoben, dass viele Länder das Vorhandensein eines Mittels auf Basis der menschlichen Adenovirus-Vektoren im Portfolio der Anti-Covid-19-Impfstoffe für wichtig halten. Es handelt sich um eine detailliert erforschte Impfstoff-Plattform, deren Sicherheit im Laufe von Jahrzehnten Untersuchungen, die 75 Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften und mehr als 250 klinische Studien umfassen, bestätigt wurde.

Am 9. September verkündeten der Russische Fonds für Direktinvestitionen und das Pharmaunternehmen Landsteiner Scientific die Schließung eines Abkommens über die Lieferung von 32 Mio. Dosen des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ (für 25 Prozent der Bevölkerung Mexikos) nach Mexiko. Der Beginn der Impfstoff-Lieferungen nach Mexiko ist für November 2020 im Falle der Billigung durch die staatlichen Regulierungsbehörden Mexikos geplant.

Am 11. August erhielt der Impfstoff „Sputnik V“ aus der Produktion des Gamaleja-Instituts für Epidemiologie und Mikrobiologie eine Zulassung des russischen Gesundheitsministeriums und wurde damit der weltweit erste registrierte Impfstoff gegen Covid-19. Ausführliche Informationen über den Sputnik-V-Impfstoff, die technologische Plattform der menschlichen Adenovirus-Vektoren, die bei der Entwicklung des Impfstoffs angewendet wurde, sowie weitere Details sind auf der Webseite sputnikvaccine.com zu finden.

Am 4. September wurde in der weltweit renommierten Medizin-Fachzeitschrift „The Lancet“ ein wissenschaftlicher Artikel mit den Ergebnissen der Phasen I und II der klinischen Untersuchungen des Impfstoffs Sputnik V, die das Fehlen von ernsthaften unerwünschten Nebenwirkungen und Bildung einer nachhaltigen Immunantwort bei 100 Prozent der Teilnehmer der Studien nachgewiesen haben, veröffentlicht. Zurzeit läuft weiter die Untersuchung nach der Registrierung des Impfstoffs „Sputnik V“ unter Teilnahme von 40.000 Freiwilligen, deren Ergebnisse im Oktober bzw. November 2020 veröffentlicht werden sollen.

Kirill Dmitrijew, Generaldirektor des Russischen Fonds für Direktinvestitionen (RDIF), sagte:

„Russland ist führend bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus und nutzt langzeitig erprobte sichere Technologien. Der Impfstoff ‚Sputnik V‘ basiert auf der geprüften Plattform der Adenovirus-Vektoren des Menschen, während andere Impfstoffe gegen Coronavirus neue Plattformen nutzen, und zwar Adenovirus-Vektoren von Affen bzw. mRNA. Jüngste Ereignisse in der globalen Pharmaindustrie, die mit der Einstellung der Tests des experimentellen Impfstoffs gegen Coronavirus verbunden sind, zeigen die Wichtigkeit eines diversifizierten Herangehens an die Impfstoff-Lieferungen. Die Unterzeichnung der Abkommen über ausländische Lieferungen des Impfstoffs ‚Sputnik V‘ demonstriert, dass viele Länder die bedingungslose Notwendigkeit des Vorhandenseins bei dem zu kaufenden Impfstoff-Portfolio der Mittel auf Basis des menschlichen Adenovirus – einer Plattform, die ihre Sicherheit und Wirksamkeit im Laufe von  Jahrzehnten bewiesen hat, begreifen. Im Laufe der klinischen Studien des russischen Impfstoffs wurden keine ernsthaften unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt, zudem bildete der Sputnik-V-Impfstoff  bei 100 Prozent der Teilnehmer der klinischen Studien eine nachhaltige humorale und Zellen-Immunantwort. Zugleich haben Impfstoffe auf der Basis neuer Plattformen ihre Zuverlässigkeit noch nicht bewiesen und verfügen nicht über Angaben über Kanzerogenität und Auswirkung auf  die Fertilität. Wir freuen uns, so einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie zu leisten, indem man unseren Partnern in Brasilien den sicheren und effektiven Impfstoff Sputnik V bereitstellt“.

Dr. med. habil. Prof. Alexander Rumjanzew, Präsident des Nationalen Forschungszentrums für pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Immunologie von Dmitri Rogatschow,  Vollmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, sagte:

„Der russische Impfstoff unterscheidet sich von mehreren innovativen ausländischen Technologien vorteilhaft durch seine langfristig erprobte und bewährte Plattform der menschlichen Adenoviren, deren Geschichte der Erforschung und Anwendung Dutzende Jahre zählt. Das ist das wichtigste Moment, wenn sich die Frage der Wahl stellt. Entweder ein Träger, der seit langem erfolgreich genutzt wird und sich gut bewährte oder eine neue Technologie (z.B. mit Adenovirus von Affen), die umfassende Beobachtungen der Geimpften und anschließende Prüfung durch Zeit erfordert“.

Fábio Vilas-Boas, Gesundheitsminister des brasilianischen Bundesstaats Bahia, sagte:

„Die Regierung des Bundesstaats Bahia, Brasilien, schätzt das unterzeichnete Abkommen mit dem Staatsfonds der Russischen Föderation, das den Zugang zum Impfstoff „Sputnik V“ für das Volk Brasiliens gewährleisten wird, sobald die Billigung durch nationale Regulierungsbehörden erhalten wird, hoch ein. Der Impfstoff wurde auf Basis der menschlichen Adenoviren entwickelt, was eine der sichersten und effektivsten Plattformen in der Welt ist. Wir denken, dass die dritte Phase der andauernden klinischen Studien die im Rahmen der Phasen 1 und 2 erhaltenen Erkenntnisse bestätigen wird“.

Zuvor hatte der RDIF-Generaldirektor Kirill Dmitrijew einen Gastbeitrag über die Vorteile der menschlichen Adenovirus-Vektoren im Vergleich zu anderen Technologien der Impfstoff-Produktion veröffentlicht. Der Beitrag ist hier zu finden.

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Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) wurde 2011 für Investitionen ins Aktienkapital von Unternehmen vorwiegend in Russland zusammen mit führenden ausländischen Finanz- und strategischen Investoren ins Leben gerufen. Der Fonds gilt als Katalysator der Direktinvestitionen in die russische Wirtschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt verfügt RDIF über erfolgreiche Erfahrungen bei der gemeinsamen Umsetzung von mehr als 80 Projekten in Gesamthöhe von mehr als 1,9 Bio. Rubel, die 95 Prozent der Regionen der Russischen Föderation umfassen, mit ausländischen Partnern. In den Portfolio-Unternehmen des RDIF sind mehr als 800.000 Mitarbeiter tätig, ihr Jahreserlös beläuft sich auf sechs Prozent des BIP Russlands. RDIF schuf gemeinsame strategische Partnerschaften mit führenden internationalen Co-Investoren aus 18 Ländern im Gesamtwert von mehr als 40 Mrd. US-Dollar. Weitere Informationen sind auf der Webseite rdif.ru zu finden.

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